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Blog-Hoster oder eigener Blog?

Blog-Hoster oder eigener Blog? WordPress.com
Jeder, der Lust und Laune hat, kann sich heute einen eigenen Blog anlegen. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen neue Webseiten sogar in Tageszeitungen aufgelistet wurden. Doch was ist besser: ein Blog-Hoster oder ein eigener Blog? Beides hat seine Vor- und Nachteile. Welche Form am Ende gewinnt erfahren Sie in diesem Artikel!

Was sind denn "Blog-Hoster"?

Blog-Hoster sind Anbieter von sog. Free-Blogs. Also kostenlos nutzbare Blog-Systeme. Man registriert sich und nach dem Anmelden kann man dann idR. direkt mit dem bloggen beginnen. Die bekanntesten Anbieter sind wohl Blogger.com und WordPress.com. Andere Anbieter von Free-Blogs sind z.B. Blog.com oder der deutschsprachige Anbieter MyBlog.de. Bei MySpace gab es auch die Möglichkeit, sich einen Blog anzulegen bzw. ist dies immer noch möglich. Da MySpace aber weiterhin auf Talfahrt ist, braucht dieser Dienst hier nicht weiter erwähnt werden.

Blog-Hoster - schnell, einfach aber eingeschränkte Funktionalität

Wer seinen Blog bei einem Blog-Hoster führt, hat gegenüber einem eigenständigen Blog einige Vorteile. Diese wäre unter anderem:
  • Kein technisches Verständnis nötig
  • automatische Wartung, Pflege & Unterhaltung
  • kostenlos
  • sofort nach dem registrieren loslegen
Aber auch die Nachteile sollte man nicht unterschätzen. Und genau diese überwiegen meiner Meinung nach:
  • unschöne/unpassende/unpersönliche Subdomain
  • Wenig Freiraum (Gestaltung bzw. Aufbau, Backup -oder Clusterstrategien)
  • Abhängigkeit zum Anbieter
  • Wenig zu gebrauchen für kommerzielle Zwecke
  • Umfassende Projekte nicht realisierbar
Doch wie genau wirken sich die Nachteile auf den Betrieb des Blogs aus? Pauschal lässt sich das wohl nicht sagen, viel eher kommt es darauf an, wie man den Blog verwenden möchte. Wer lediglich einen privaten Blog aus reiner Freude am schreiben führen möchte, wird sich wohl recht wenig mit der Materie auseinandersetzen sollen und glücklich werden mit einem Blog-Hoster.

Anders sieht es aus, wenn man umfangreiche oder kommerzielle Projekte führen möchte. Kaum an Unternehmen wird Werbeflächen auf einem Free-Blog buchen und bei bezahlten Beiträgen steht sowieso fast immer die Klausel "keine Free-Blogs!". Nochdazu sieht eine Subdomain (http://beispiel.blogger.com) einfach nur unschön aus - nicht nur in Bezug auf SEO. Wer dein individuelles Design nutzen möchte, muss dies umständlich realisieren oder sich mit dem Standarddesign abfinden. Ganz kritisch wird es, wenn man jahrelang seinen Blog geführt hat und von heute auf morgen der Blog-Hoster verschwunden ist.

Eigener Blog - mit Technik und Know-How zu ungekannten Höhen

Zugegeben, die Überschrift mag ein wenig provozierend klingen. Aber letztendlich ist es so. Dies sind meine persönlichen Vorteile eines eigenen Blogs:
  • Wunsch-Domain
  • Eigenverantwortung, Freiraum
  • Nur eingeschränkt durch Webhoster
  • Für jeden Zweck geeignet
  • Eigene Backup Strategien realisierbar
  • Monetarisierung besser bzw. leichter möglich
Ein eigener Blog hat aber auch Nachteile, wie so vieles im Leben. Manche Nachteile eines eigenen Blogs mögen für Free-Blog Nutzer aber vielleicht schwerer wiegen, weshalb die "Hemmschwelle", sich einen eigenen Blog anzuschaffen, noch nicht überwunden wurde:
  • Mehr oder weniger techn. Kenntnisse nötig
  • Möglicherweise Webdesigner und/oder SEO Agentur nötig
  • Ausgaben (Webhosting, Webdesigner, SEO Agentur,...)
  • Zeitaufwand kann größer sein
  • "aus Spaß wird ernst"
Das sind alles Punkte, die bei einem Wechsel vom Free-Hoster zum "waschechten" Blog bedacht werden sollten. Besonders hart kann es diejenigen treffen, die bisher nochnie mit der Technik dahinter in Berührung gekommen sind: hier und da muss am Blog geschraubt werden, die eingesetzte Software (z.B. Wordpress) aktuell gehalten werden und wenn man sich gleich für einen eigenen Server entschieden muss auch dieser gewartet und gepflegt werden.
Dafür bietet ein echter Blog wesentlich mehr Potential - es wird in der Regel leichter sein, Werbepartner zu finden.
Ich schließe den Artikel mit folgendem Fazit:

Abschlussfazit

Wer mit seinen Schreibkünsten "hoch hinaus" möchte um Geld zu verdienen, einen festen Leserstamm aufzubauen oder für ein Unternehmen bloggt, sollte unbedingt einen eigenen Blog betreiben. Schreibt man nur aus reinem Spaß, wird man mit einem Free-Hoster glücklich werden. Bevor man einen Blog ans Netz bringt sollte man also auch auf lange Sicht überlegen, wo man hinmöchte oder was man erreichen will. Für die meisten wird aber der Griff zum eigenen Blog der bessere Weg sein.
Free-Blogs sind Spaß-Blogs für Privatpersonen - wer einen halbwegs ernsten Blog betreiben will, muss einen eigenen Blog führen!



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