Das ist Pixlr.com
Auf der Startseite von Pixlr.com wird man gleich mit der Auswahl zwischen 2 verschiedenen Editoren begrüßt: dem Photo Editor, welcher Photoshop sehr ähnlich ist, und dem Vintage-Editor, mit dem man Fotos auf Retro trimmen kann. Desweiteren werden einem Links zu der Android bzw. iOS Version geboten. Viel mehr Inhalt gibt es auf der Startseite auch nicht - außer eine Grafik, die auf den ersten Blick erkennen lässt, um was es geht.Der Photo Editor
Gehen wir gleich zum Editor über. Als erster wird man gefragt (auf deutsch!), ob man eine neue Datei öffnen, eine Grafik vom Computer hochladen oder eine Grafik von einer URL laden möchte. Die letzte Funktion ist noch in englischer Sprache gehalten: eine Grafik von einer anderen Foto-Seite importieren; zum Beispiel Fotos von Facebook.Ich entscheide mich aber dafür, ein Foto hochzuladen, um es zu bearbeiten.
Ich wähle eine knapp 4 MB große Datei, die prompt im Editor geöffnet wird. Wer ansonsten Photoshop benutzt, wird sich sofort zurecht finden. Die Oberfläche sieht genau aus wie Adobes Software und auch die Funktionen sind fast dieselben.
Nicht gut: beim ersten Versuch, ein hochgeladenes Foto zu bearbeiten, fror der Editor ein und nichts ging mehr zu machen.
Die Anzahhl an Möglichkeiten ist wirklich riesig. Aber bedingt dadurch, dass das ganze ja im Browserfenster läuft, kann man nicht einfach so einen Rechtsklick ausführen, wie man das in Photoshop machen würde. Das kostet also eine kurze Eingewöhnungszeit.
Es gibt Filter, die angewendet werden können, Helligkeits- und Kontrastanpassung und - ganz wichtig - das Arbeiten mit Ebenen!
Achja, was aus meinen Foto geworden ist, dass ich weiter oben hochgeladen habe? Oben rechts finden Sie das Original und die Version, die ich mit Pixlr ein wenig bearbeitet habe. Seltsamerweise ist das bearbeitete Foto mehr als doppelt so groß. Satte 9,33 MB Speicherplatz belegt es nun. Zum Vergleich: das Original ist 3,93 MB groß!
Was hat Pixlr denn da gemacht?
Der Vintage Editor
Der Editor für Retro-Fotos hingegen ist nicht so umfangreich. Man hat die Wahl, ob man ein Foto mit der Webcam aufnehmen oder ein Foto hochladen möchte. Ich entschied mich für letzteres. Hat man denn ein Foto hochgeladen, ist man auch schon mittdendrin. Aus einer riesigen Auswahl an Effekten kann man denjenigen auswählen, der einem am meisten zusagt.Auf Wunsch kann man sich dann noch für einen Rahmen oder ein Overlay (wie wärs mit einem "alt und eingerissen" - Effekt?) entscheiden. Dann kann das ganze gespeichert werden.
Der Editor ist eigentlich selbsterklärend.
Mein Ergebnis können Sie oben betrachten.
Das gibt´s noch
Auf der Startseite von Pixlr.com erhalten Sie unter dem Punkt "Pixlr Grabber" ein Plugin für Firefox und Chrome, mit dem Sie Grafiken, über die Sie beim Surfen stolpern, sofort mittels Rechtsklick im Pixlr Editor laden können.Hinter "imm.io" verbirgt sich ein Image-Hoster Dienst. Laden sie eine Grafik hoch und teilen Sie diese.
Pixlr Express ist ein abgespeckter Editor, der nur die Grundfunktionen (drehen, verkleinern, schneiden usw) bietet. Wer sich nicht mit dem leistungsstarken Editor beschäftigen will, dem könnte diese Light-Version davon auch genügen.
Abschlussfazit
Der Photo Editor von Pixlr.com ist ein guter Ersatz zu Photoshop, falls man gerade an einem Rechner sitzt, der kein Photoshop installiert hat. Als dauerhafte Alternative ist das Programm meiner Meinung nach nicht geeignet. Zu knifflig ist der Umgang im Browserfenster, auch wenn die Shortcuts und Funktionen weitestgehend die selben sind wie in Photoshop.Mit dem Vintage Editor lassen sich nette Ergebnisse erzielen - was man mit den Fotos dann jedoch anfangen kann, muss jeder für sich selber entscheiden.
